Laura Pregger (*1984, Basel) ist diplomierte Designerin (FH) und arbeitet beim Institut Hyperwerk der Hochschule der Künste Basel als Dozentin. 2011 gründete sie den Ausstellungsraum Depot Basel – Ort für kontemporäre Gestaltung mit, wo sie als Teil des Leitungsteams Ausstellungen, Vermittlungsformate, Workshops und die jeweiligen Jahresprogramme bis 2015 konzipierte.

Im Sommer wird sie den Master Art Education mit Schwerpunkt Curatorial Studies an der Zürcher Hochschule der Künste abschliessen. Als Ausstellungsmacherin initiiert Laura Pregger selbstkritische Ausstellungsformate und kritische Vermittlungsmethoden. Sie begreift den Ausstellungsraum als Ort der Verhandlung, der Bildung und des Austausches. Sie setzt sich dafür ein, dass unterschiedliche Positionen sichtbar werden und Besucher_innen sich eine eigenständige Meinung bilden können. Zudem setzt sie sich mit der Organisation und der öffentliche Wirkung kultureller Organisationen auseinander.

Laura Pregger interessiert sich für die kulturelle und gesellschaftliche Prägung von Objekten. Sie versteht Gegenstände als Träger immanenter Handlungsangebote, als materialisierte Auseinandersetzung mit kulturellem Wissen und als Projektionsflächen fiktionaler Narrative. Dieses Interesse hat sie 2011 im Kollektiv mit vier Mitstreiter_innen veranlasst, Depot Basel – Ort für kontemporäre Gestaltung zu gründen. Das Team versteht diesen Akt als Antwort auf die 1996 erfolgte Schliessung des Basler Museums für Gestaltung – beinahe 120 Jahre nach seiner Gründung 1877. Es war die Absicht, einen Raum zu schaffen, in dem implizites Wissen, welches in Gestaltungsentwürfen angelegt ist, sichtbar und somit verhandelbar wird. Depot Basel ist bis heute ein Ort des Experiments und der Begegnung. Depot Basel wurde sowohl mit dem Kulturförderpreis Basel-Stadt, als auch mit dem eidgenössischen Design Preis für Vermittlung ausgezeichnet. Heute engagiert sich Laura Pregger als Präsidentin des Trägervereines von Depot Basel.

 

 

 



contact@laurapregger.ch

 

– depotbasel.ch

– onlinedepot.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graphik: Jacques Borel

Programmierung: Lük Popp

Forum für eine Haltung
16. Oktober – 14. Februar 2016

Das “Forum für eine Haltung” fand an zwei Orten statt: Als eine Serie von fünf “Foren” im Depot Basel und als eine Ausstellung in der Vitra Design Museum Gallery in Weil am Rhein.
Die Ausstellung beschreibt Design als eine vielfältige Disziplin. Sie analysiert die Verbindung zwischen den Haltungen von Designer_innen und den Arbeiten, die sie schaffen.

Die in der Ausstellung vorgestellten Designer_innen haben ihre Ausbildung vor noch nicht allzu langer Zeit abgeschlossen. Ihre Arbeit wird von ihrer Positione bestimmt: Was sind die Überzeugungen, die sie dazu bringen, gestalterisch zu handeln? Was sind die Beweggründe, denen wir das Entstehen ihrer Auseinandersetzungen und Vorschläge verdanken? Die Ausstellung mit Arbeiten und Haltungen von 24 Designer_innen, Einsichten in den zeitgenössischen Designberuf und ein Fragenautomat für Besucher_innen ergeben ein Forum − einen ausgewiesenen Repräsentationsraum − für das, was Designer_innen heute ausdrücken und bewirken möchten.  

 

– onlinedepot.ch

 

This is work

 27. Februar – 28. März 2015

   

 

 

„This Is Work” untersucht die Verbindungen zwischen kreativer Arbeit als Beruf und zum kulturellen und persönlichen Wertgewinn und deren Implikationen. Fictional Collective möchte, als Antwort auf die sich verändernden kreativen Arbeitsbedingungen und -strategien, die überholten, von vorhergehenden Generationen geprägten Definitionen von Stabilität und Sicherheit neu definieren.

In der Ausstellung werden die Denkweise der „neuen Kreativen“ in Hinblick auf ökonomische, physiologische und psychologische Dimensionen untersucht, ein Dialog über die Problematik lanciert, neue Arbeitsmethoden beleuchtet und daraus resultierende mögliche ökonomische Modelle vorgeschlagen.

– Kollektiv als Methode. An Erfahrungen und Strategien arbeiten
– Muster der Unsicherheit. Der Arbeitsprozess
– Was geschehen wird. Rollen und Regeln neu definieren
– Fragen des Gemeinwohls. Zentralisierte Legitimation vs. dezentralisiertes Schaffen

 

Jeder dieser thematischen Schwerpunkte wird im Depot Basel von einer Installation repräsentiert, von Fictional Collective in Zusammenarbeit mit ganz unterschiedlichen lokalen Akteuren bearbeitet und im Rahmen einer Veranstaltung beleuchtet.
Die Themenbereiche und das Geschehen im Depot Basel während der Ausstellung und den Veranstaltungen werden in einer Onlinepublikation auf thisiswork.org dokumentiert, aufgearbeitet und weiterentwickelt, die über die ganze Ausstellungsdauer hinweg befüllt wird.

 

 

 

– onlinedepot.ch

 

FANTASTICO GRENZE EXOTIC CANVAS

Global Design Research

6. September – 01. November 2014

Die Designerin Sibylle Stoeckli hat als erste Residentin für einen Monat im Depot Basel gewohnt und gearbeitet. Ihre Recherche bestand darin, rund um das Thema geistige und physische Nahrung, neue Auslegeordnungen und Zusammenhänge sinnlich, verbal und visuell zugänglich zu machen. Begleitend zur Ausstellung entstand ein Zeitungsjournal. Sowohl der Kuratorin Laura Pregger als auch Sibylle Stoeckli ging es darum, gesellschaftliche Konventionen in Frage zu stellen und damit sichtbar und diskutierbar zu machen. Den Ausstellungsraum verstanden sie als belebbaren Raum. Er sollte Platz für Gespräche, Irritation und Wissensaustausch bieten. Zentral waren dabei sogenannte mittägliche Tischausstellungen, an denen man gemeinsam gegessen und diskutiert hat.

 

– global-design-research.com

– onlinedepot.ch

Craft and Bling Bling – FAKE
6. Juni – 6. Juli 2014

Für die Ausstellung CRAFT & BLING BLING – FAKE haben Depot Basel und das Magazin Current Obsession zwölf Schmuckdesigner damit beauftragt, Arbeiten zum Thema «fake» zu entwerfen und es aus unterschiedlichen Perspektiven zu interpretieren: als Teil der zeitgenössischen Kunst, als gesellschaftsrelevantes Phänomen und im Hinblick auf die eigene Arbeit.

Mit: Adam Grinovich, Barbara Schrobenhauser, Edgar Mosa, Florian Milker, Florian Weichsberger, He Jing, Julia Walter, Kevin Hughes, Mallory Weston, Philipp Eberle, Rainer Kaasik-Aaslav, Sophie Hanagarth. Die Ausstellung wird mit Arbeiten von Manfred Nisslmüller, Suska Mackert, Johanna Dahm und Cloe Floirat ergänzt. Die Zusammenarbeit ist Teil der Ausgabe # 3 FAKE des Magazins Current Obsession.


 

 

– onlinedepot.ch

– current-obsession.com

Changes – Chancen?
23. November – 18. Dezember 2013

Umbrüche finden auf vielen verschiedenen Ebenen gleichzeitig statt, in ihrer relationalen Reflexion werden sie zu gestaltbaren Chancen. Deshalb setzte diese Ausstellung auf den Generationenaustausch – sei das unter Gestalter_innen, wo der Wandel des Berufes rückblickend und visionär diskutiert wurde oder aber das Vererben und Weitergeben von Alltagsgegenständen. Beide Stränge mündeten in eine Ausstellung und Publikation und gingen der Frage nach, was Dinge bedeutungsvoll macht.

Zur Ausstellung entstand eine Publikation, welche spezifische Themen aus den Gesprächen aufgegriffen hat. Diese wurden erneut schriftlich kommentiert. Durch die vielschichtigen Betrachtungsweisen erhielten die Besucher_innen unterschiedlichste Zugänge.


 

 

– onlinedepot.ch

Musterzimmer
17. August – 14. September 2012
Wie sieht das zukünftige Musterzimmer aus? In Anlehnung an das integrale Prinzip des Schweizer Werkbundes aus den 20er Jahren werden Schweizer Gestalter ihre Vision der wesentlichen Elemente in Bezug auf Material, Konstruktion, Form und Funktion präsentieren.



No Function – No Sense?
Parallel zu den «Musterzimmern» zeigt Depot Basel die Ausstellung «No Function – No Sense?». Im Ausland lebende Schweizer Designer und Künstler entwerfen Objekte ohne Funktion, reflektieren dabei ihr Selbstverständnis und beschäftigen sich unter anderem mit Themen wie den (vermeintlichen?) Grenzen zwischen Design und Kunst, mit Funktion und Kontext und mit der Verbindung von Schönheit und Zweck.

Kooperation mit Sachenmachen.

 

– onlinedepot.ch

 

Sitzgelegenheiten
24. März – 27. Mai 2012

Ein Stuhl wird gestützt durch vier Beine und eine Lehne; dennoch kann ein Stuhl auch drei Beine, unterschiedliche Dimensionen und Formen haben, je nach Anforderungen. Die Ausstellung blickt in der Geschichte zurück und reagiert in Form von neuen Entwürfen und Reinterpretationen auf diese.

Für die Infrastruktur von Depot Basel entwarfen Sibylle Stoeckli und Christian Horisberger eine Reinterpretation von Enzo Mari’s DIY Stühlen von 1974. Sie benötigen im Vergleich weniger Holz und sind in der Grösse adaptierbar. In Kooperation mit dem Vorkurs der Schule für Gestaltung (Renata Borer und Kuno Nüssli) wurde ein Mobiliar für die Silohalle gebaut. Zu Gast waren auch TAKE A SEAT. Jeweils vier Horgen Glarus Stühle, Typ Classic 1-380, werden von einem Designer oder einer Designerin bearbeitet.

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Zudem zeigen wir Lieblingsstühle mit ihren Geschichten von Baslerinnen und Baslern. Das tschechischen Gestaltungkollektiv OKOLO, illustrierte eine Auswahl an aussergewöhnlichen Stuhlentwürfen im Rückblick auf die moderne Designgeschichte für eine Begleitpublikation.


 

 

– onlinedepot.ch